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Schüler und Lehrer besuchen Klingele

Ich bei klingele
 
Am 14.01.2020 hat Klingele die Schülerinnen und Schüler der Marga-Spiegel-Sekundarschule in Werne sowie deren Lehrer Jasmin Kubiak und Markus Lehnen  zu einer Werksbesichtigung eingeladen.
Die Schüler der 9. und 10. Klassen hatten die Möglichkeit das Unternehmen und die Produktion kennenzulernen. Der besondere Fokus dieser Veranstaltung wurde auf das Thema Ausbildung und Zukunft gelegt.
Nach der Begrüßung durch die Personalleiterin Claudia Vieter hat Christian Stangrecki, Werkleiter am Standort Werne, das Unternehmen vorgestellt. Die Klingele Gruppe hat weltweit 2500 Mitarbeiter und produziert rund 990 Mio. m² Wellpappe im Jahr. Klingele hat 27 Standorte, auf der ganzen Welt verteilt, unter anderem in Kuba, Skandinavien und Spanien.
„Wichtig ist es natürlich, in einem Unternehmen mit Standorten in vielen Ländern, dass man im Englischunterricht gut aufgepasst hat. Alles wird internationaler, Englischkenntnisse sind heutzutage ein „must have“!“, erklärte der Werkleiter den Schülern.
Weiterhin wurden auch die 7 unterschiedlichen Ausbildungsberufe kurz vorgestellt. Im gewerblichen Bereich werden neben der klassischen Ausbildung zum Packmitteltechnologen/in ab diesem Jahr zwei neue Ausbildungsberufe angeboten. Einer davon ist der Maschinen und Anlagenführer/in. In der zweijährigen Ausbildung lernt man die komplexen Produktionsmaschinen zu bedienen und sie instand zu halten. Der andere neue Ausbildungsberuf ist der des Medientechnologen/in. Bei diesem Ausbildungsberuf dreht sich alles um die Themen Farbe und Drucktechnik.
Bei der abschließenden Werksbesichtigung hatten die Schüler dann die Möglichkeit, die Produktion sowie die einzelnen Berufsbilder in der Praxis kennenzulernen.

14-jähriger Marga-Spiegel-Schüler ist ein „Ruhrtalent"

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Thilo Lochthofen hat ein Schülerstipendium erhalten. Hubertus Steiner, Schulleiter der Marga-Spiegel-Sekundarschule, (links) ist stolz auf das „Ruhrtalent“.

 

Wer als junger Mensch ein schweres Schicksal in der Familie erlebt, hat es in der Schule nicht immer einfach. In solchen Fällen besteht die Chance auf ein spezielles Schülerstipendienprogramm. Ein 14-jähriger Werner profitiert davon.

Werne – Der 14-jährige Thilo Lochthofen ist glücklich. Er hat sich bei den „Ruhrtalenten“, dem größten Schülerstipendienprogramm in Nordrhein-Westfalen, beworben – und wurde prompt angenommen. Damit erhält der Neuntklässler der Marga-Spiegel-Sekundarschule (MSS) nun individuelle Unterstützung auf dem Weg in seine berufliche Zukunft.
Das Stipendium ist nicht irgendeine Förderung. „Ruhrtalente“ richtet sich an Schüler aller Schulformen, die aus weniger privilegierten Familien kommen, sich aber trotzdem durch schulische Leistung, Engagement und Zielstrebigkeit auszeichnen. Thilo Lochthofen durchlebte zuletzt eine schwierige Zeit durch ein schweres Schicksal in der Familie. Nicht immer hatte er es einfach. Seine Klassenlehrerin Angelika Winkelmann machte ihn und seine Mutter auf das Stipendium aufmerksam. „Ich habe mich über die Chance sehr gefreut“, sagt Thilo.

Was er sich von dem Stipendium erhofft? „Ich möchte meinen Horizont in alle Richtungen ausweiten“, sagt der Schüler. Dazu gehören vor allem seine Englischkenntnisse. Die möchte er in einem Auslandsaufenthalt im zweiten Förderjahr aufbessern. Aber auch Nachhilfe könne er über das Stipendium erhalten. Besonders freuen würde er sich auf Kulturveranstaltungen wie Theater- und Konzertbesuche, die angeboten werden.
Schulisches und soziales Engagement erforderlich

Für die Bewerbung musste Thilo ein Motivationsschreiben einschicken und seine persönlichen Interessen und Ehrenämter schildern. Neben seiner schulischen Leistung und dem häuslichen Umfeld werden auch schulisches und soziales Engagement bewertet. Thilo ist Mitglied der Schülervertretung und hilft dem Team der Bühnentechnik.

„Talent hat nichts mit dem Elternhaus zu tun“, sagt Schulleiter Hubertus Steiner. Die Schule sei sehr stolz auf Thilo. Nur die wenigsten wüssten von dem Stipendium. „Wir wollen unsere Schüler motivieren, mal bei so etwas mitzumachen.“

Spiegel-Schule testet mündliche Matheprüfung statt Klassenarbeit

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So wird eine fundamentale Formel der Mathematik zum Begreifen anschaulich: Im Projekt von Mathelehrer Marcel Untiet haben Dimitri (von links), Alicia, Mikka, Julienne, Elyas und Denise, wie alle Neuntklässler, zum „Satz des Pythagoras“ ein Schaubild für die mündliche Prüfung anstelle der schriftlichen Arbeit vorbereitet.

 

Eine mündliche Prüfung in Mathe müssen Schüler in der Regel nur meistern, wenn’s für die Versetzung nicht reicht und diese Nachprüfung Rettung verspricht. Wernes Sekundarschule hat das geändert. In einem Pilotprojekt wurde in den neunten Klassen eine schriftliche Arbeit durch eine mündliche Prüfung ersetzt, um das Lernziel mal anders zu kontrollieren.
„Hefte raus, Klassenarbeit!“ Der Satz hat schon Generationen von Schülern das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und dann noch Mathe, das Zahlen- und Formelwerks hat bekanntlich nur bedingt das Zeug zum Lieblingsfach. Aber darüber lässt sich reden, an der Marga-Spiegel-Sekundarschule (MSS) neuerdings sogar ganz offiziell und anstelle der gefürchteten Mathearbeit: Für den Neuner-Jahrgang gab’s gerade die erste mündliche Matheprüfung.
Das lief prima, das Pilotprojekt soll nun Schule machen. Für die gut 180 Jugendlichen im vorletzten Jahr vor der Zentralen Abschlussprüfung steht laut Lehrplan der „Satz des Pythagoras“ an. (Wer sich nicht gleich erinnert: Das ist diese Sache mit den rechtwinkligen Dreiecken und a² + b² = c²).


Versuch an der Spiegel-Schule sei einzigartig

Das wäre Thema der dritten und letzten Arbeit im ersten Halbjahr gewesen. Doch Lehrer Marcel Untiet hatte da eine bessere Idee: Warum nicht mal eine mündliche Prüfung wie etwa im Sprachunterricht? Klingt einfach, „aber da steckt viel Arbeit drin“, berichtet Untiet. Vorlagen gebe es keine, der Versuch an der Spiegel-Schule sei einzigartig.

So musste eine Arbeitsgruppe der Fachschaft Mathe ein Aufgabengerüst entwerfen, das den Differenzierungsanforderungen der Grund- und Erweiterungskurse genügt, gerecht und nachvollziehbar bewertet werden kann und mehr. „Der Lehrplan sieht ausdrücklich vor, in Prüfungen Kommunikation und Argumentation als Kompetenz zu fördern.“

Aber ist es nicht schwieriger, einzeln in eine mündliche Prüfung zu gehen, allein vor dem Lehrer zu sitzen? Die sechs Schüler in unserem Gespräch schütteln mit dem Kopf. „Das ist viel besser. Wenn du nicht weiter weißt, kannst du immer noch improvisieren. In der Arbeit geht das nicht“, sagt Mikka. „Man ist viel besser vorbereitet und so weißt du genau, was du sagen willst“, lautet Alicias Erfahrung.

Denn mit Vorbereitung des Themas haben die Schüler Anfang Dezember eine Teilaufgabe erhalten, die in der Prüfung zu präsentieren war: Erläutere den Satz des Pythagoras und führe den mathematischen Beweis dazu. „Dazu haben sich die Schüler echt etwas einfallen lassen, wir haben mathematische und geometrische Ansätze, einige haben sogar Power-Point-Präsentationen erstellt“, berichtet Untiet, der erkennbar stolz auf seine Schützlinge von der 9 d ist.


„Hefte zu, mündliche Prüfung!“ auch im nächsten Jahr

Die meisten haben Diagramme auf Papptafeln erstellt. Das machte 40 Prozent der Bewertung aus, die übrigen Punkte gab’s für die Lösung von Aufgaben, die im Unterricht behandelt und in der Prüfung aus einem Pool gezogen wurden, damit vor der Tür keiner was ausplaudern kann. Im E-Kurs kam eine Transferaufgabe hinzu. „Ich fand’s gut, dass wir gleich den Bewertungsbogen mit der Note bekommen haben“, berichtet Denise. Da entfalle das bange Warten auf die Rückgabe der Klassenarbeit.

Alicia und Dimitri haben Pluspunkte ausgemacht, die Mathelehrer Untiet nicht auf der Rechnung hatte. „In einer Arbeit wird es immer unruhiger, wenn die Ersten fertig sind, da kann man sich schlecht konzentrieren“, sagt Dimitri – und Alicia ergänzt: „Wenn die Ersten fertig sind und rausgehen, wächst bei mir der Druck: Warum bin ich noch nicht fertig?“

Dass hier keine Ablenkung im Spiel, die Prüfung aber auch nicht zu leicht war, scheint der Notenspiegel zu belegen: „Die Schüler haben ihre Noten meist gehalten oder sind etwas besser geworden“, so Untiet. In einem Jahr sind also die nächsten Neuner an der Reihe: „Hefte zu, mündliche Prüfung!“

Ausstellung in der MSS: Krieg und Flucht in einer Kaffeemühle

In einem Schaufenster in der Marga-Spiegel-Sekundarschule sind derzeit Objekte aus dem Stadtmuseum zu sehen. Was nach heiler Welt ausschaut, hat aber eine ganz bittere Vorgeschichte.


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Arien (15) und Hewa (15) stehen vor einem Schaufenster in der Marga-Spiegel-Sekundarschule. In einem Holzkasten sind Exponate des Werner Stadtmuseums zu sehen. Mit solchen Ausstellungsstücken verbindet man häufig positive Geschichten.
Arien und Ewa, die einst in Syrien lebten, tun das nicht. Zumindest nicht ausnahmslos. Sie haben die Objekte selbst ausgesucht - auch weil sie bestimmte Erlebnisse und Erinnerungen mit ihnen verbinden. Weil diese Gegenstände eine besondere Bedeutung für sie haben.

Kaffeekultur verbindet
„Mama hat uns immer Musik vorgespielt, wenn meine Geschwister und ich krank waren. Musik bedeutet mir viel“, sagt Arien. Sie hat sich deswegen für ein Symphonium, eine Art Spieluhr, entschieden. Hewas Wahl ist hingegen auf eine alte Kaffeemühle gefallen - weil die Kaffeekultur Menschen verbindet, wie sie erklärt.
Kaffee trinke man schließlich überall gerne - auch in geselliger Runde, fast schon wie bei einem kleinen Ritual. Da gebe es keinen Unterschied zwischen den Völkern und Kulturen. Alles friedlich also. Das, was die beiden 15-Jährigen da so erzählen, als sie am Schaufenster stehen, klingt eigentlich recht harmonisch, beinahe schon idyllisch. Als Arien dann jedoch einen Moment darüber nachdenkt, wie das damals in Syrien war, als ihre Mutter ihnen Musik vorgespielt hat, da senkt die Schülerin langsam den Kopf.
„Ich will da nicht wieder hin zurück. Auch nicht, wenn irgendwann wieder Frieden ist. Das war alles viel zu schlimm...“. Dann stockt sie und Raid Alahmad, der als Übersetzer an ihrer Seite sitzt, schiebt kurz und knapp ein Wort hinterher: „Trauma“
Ariens und Hewas Geschichten stimmen nachdenklich. Auch wenn man ähnliche Erzählungen schon oft gehört hat, seit die als „Flüchtlingswelle“ oder „Flüchtlingsstrom“ bezeichnete Zuwanderung von Menschen aus Krisengebieten nach Deutschland zugenommen hat.


Hürden des Nachzugs
Erzählungen von zerbombten Heimatstädten. Von Familienmitgliedern, die man auf der Flucht nach Deutschland verloren, aber inzwischen wiedergefunden hat. Dass manche von ihnen nicht mehr am Leben sind, andere allerdings schon - jedoch noch immer in der Heimat ausharren müssen. Darunter sind auch zwei von Hewas Schwestern.
„Wir haben noch Kontakt. Sie leben noch. Manchmal geht es ihnen gut, manchmal schlecht“, sagt die 15-Jährige. Als ihr Vater sie, ihre Mutter und die dritte Schwester per Antrag auf Familiennachzug nach Deutschland holte, durften die beiden nicht mit, da sie bereits älter als 18 waren.
Ganz schön schwere Kost. Und doch passt sie irgendwie in eine kleine alte Kaffeemühle. 

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Das Projekt

- Die Aussteluung "geschichte unterwegs" gibt es nicht nur in der MArga Spiegel Schule sondern auch bei Rewe Symalla im Horne-Center zu sehen.

- 12 Schüler mit Migrationshintergrund aus dem Deutsch-als-Zweitsprache-Kurs der 6. bis 9. Klasse der Marga Spiegel Schule haben sich an dem Projekt beteiligt.

- Bei der Gestaltung der Schaukästen wurden sie von der Tischlerei Hols unterstützt.

- Gefördert wurde die Aktion vom Land und dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Unna.

 

Quelle: www.ruhrnachrichten.de

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