Schüler

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Entlass-Jahrgang 2021 an der MSS: Fast 50 Prozent fit für die Oberstufe

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Die Klasse 10c der Marga-Spiegel-Schule mit den Lehrern Daniel Vehring und Dan Eggert beim Abschluss in der Freilichtbühne. Foto: MSS

 

Werne. Die Marga-Spiegel-Schule verabschiedete insgesamt 158 Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs. Genau wie bei den beiden Gymnasien fand die Abschlussfeier in der Freilichtbühne Werne statt.

Schulleiter Hubertus Steiner überreichte den Schülerinnen und Schülern in feierlicher Atmosphäre ihre durchweg guten Zeugnisse. So hatten 75 Jugendliche die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk zum Besuch der gymnasialen Oberstufte in der Tasche.

Hubertus Steiner hob diese Leistungen im Gespräch mit WERNEplus besonders hervor: „Wenige Kinder kommen mit Empfehlung für das Gymnasium zu uns, aber viele entlassen wir mit dieser Qualifikation. Das macht uns stolz. Auch dieser Corona-Jahrgang hat trotz der Umstände hervorragende Ergebnisse erzielt.“ Die Marga-Spiegel-Schule entließ mit den 158 Mädchen und Jungen den letzten großen, weil sechszügigen, Jahrgang in die weitere Zukunft.

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Die Klasse 10e der Marga-Spiegel-Schule mit den Lehrkräften Birgit Portmann und Paul Koleczko. Foto: MSS

 

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Die Klasse 10a der Marga-Spiegel-Schule mit Lehrerin Katharina Jürgens. Foto: MSS

 

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Die Klasse 10d der Marga-Spiegel-Schule mit den Lehrkräften Anna Cierson und Torben Dutz. Foto: MSS

 

Die besten Schüler/innen in den einzelnen Bildungsgängen wurden abschließend geehrt: Lisa Marie Gräwe und Semih Gün (Hauptschulabschluss Klasse 10); Jana Rogge und Malte Littau (Fachoberschulreife); Josephine Köster und Miguel Steffen (Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk).

Quelle:www.werne-plus.de

 

Toller Sommerferien-Kurs macht Kinder für den Schulstart flott

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Vom 20. Juli bis zum 07. August 2020 hat die Stadt Werne einen Sommerferienkurs an der Marga-Spiegel-Sekundarschule organisiert. Der gemeinnützige Bildungsverein Chancenwerk e.V. hat dort Schüler*innen der Marga-Spiegel-Sekundarschule und des Anne-Frank-Gymnasiums beim Lernen gefördert. Obwohl sie eigentlich Ferien hatten, waren die Kinder insgesamt motiviert und haben den Kurs mit Freude absolviert.
Anlass für diesen Kurs war, dass viele Schüler*innen wegen der Coronavirus-bedingten Schulschließungen im Lernstand zurückgefallen sind und daher beim Lernen Unterstützung benötigten. Die Stadt Werne hat die Organisation übernommen und den Bildungsverein Chancenwerk e.V. mit der Lernförderung beauftragt. Im Rahmen dieses Kurses wurden die teilnehmenden Schüler*innen vormittags in zwei Gruppen im Rahmen eines Lernförderangebotes unterstützt. Jede Lerneinheit dauerte 120 Minuten. Insgesamt nahmen 21 Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5-7 an den Kursen teil, davon sieben Kinder des Anne-Frank-Gymnasiums und 14 Kinder der Marga-Spiegel-Sekundarschule. Die Lernförderung wurde von erfahrenen Chancenwerk-Mitarbeitenden geleitet und betreut. Nachmittags konnten die Schüler*innen an einem Freizeitangebot teilnehmen.
Für die Lernförderung bekam jedes Kind seine eigenen, individualisierten cosinus-Hefte für die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch. cosinus ist ein Lernfördersystem, mit dem Schüler*innen gezielt in ihren Basiskompetenzen gestärkt werden. Die Kinder füllen dafür zunächst einen wissenschaftlich fundierten Diagnose-Basiskompetenzentest (z. B. den Bielefelder Mathecheck) aus. Der Test wird digital ausgewertet, so dass Chancenwerk e.V. eine direkte Rückmeldung zum Lernstand des Kindes erhält. Sobald dessen Wissenslücken identifiziert sind, wird für jedes Kind ein individuelles cosinus-Lernpaket erstellt. Dieses enthält passend zugeschnittene Aufgaben, um Lernstoff zu wiederholen und zu vertiefen. Das Erlernte wird im Anschluss erneut mit einem Test überprüft. Dieser Test wiederum ist die Grundlage für das nächste gedruckte Lernheft, welches für die Schüler*innen nach digitaler Testauswertung automatisch generiert wird.
„Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass die Kinder wesentliche Defizite in ihren Lernständen aufwiesen. Daher haben wir schwerpunktmäßig mit den Kindern mit Hilfe unserer cosinus-Hefte Grundlagen in den Hauptfächern wiederholt, z. B. Bruchrechnen in Mathematik“, erklärt Kim Stratmann vom Chancenwerk-Lernteam. Mit Hilfe dieses Lernmaterials konnten die Chancenwerk-Mitarbeitenden die Schüler*innen abhängig von ihren individuellen Schwächen gezielt unterrichten und fördern. Dazu wurden die Kinder auch gleich zu Beginn gefragt, wo sie ihre eigenen Lernprobleme sehen und was ihnen Schwierigkeiten bereitet. Auch Dinge des Alltags wurden mit den Kindern geübt. So konnten einige Kinder die klassische Uhr nicht lesen, was direkt nachgeholt wurde.
Die Kinder wurden während des Kurses und auch am Ende um ein Feedback gebeten. Insgesamt fiel dieses sehr positiv aus. Insbesondere die cosinus-Hefte wurden sehr gelobt. „Mit den Aufgaben aus den Heften konnten die Kinder gut arbeiten. Die Kinder haben ihre Hefte größtenteils mit Freude und Interesse durchgearbeitet. Insbesondere die spielerische Gestaltung und das Levelsystem haben den Schüler*innen gefallen“, freut sich Natalie Calcagno von Chancenwerk e.V. Die eher lockere Lernatmosphäre im Vergleich zum Schulunterricht hat den Kindern zudem sehr gefallen. Insgesamt war das Ferienprogramm nach Ansicht der Lehrkräfte erfolgreich und die Kinder konnten viele Lücken aufarbeiten. Drei Wochen reichen wie erwartet zwar nicht aus, um alle Defizite zu beheben, aber die Lernfortschritte der Kinder während des Kurses waren deutlich erkennbar.

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Schüler und Lehrer besuchen Klingele

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Am 14.01.2020 hat Klingele die Schülerinnen und Schüler der Marga-Spiegel-Sekundarschule in Werne sowie deren Lehrer Jasmin Kubiak und Markus Lehnen  zu einer Werksbesichtigung eingeladen.
Die Schüler der 9. und 10. Klassen hatten die Möglichkeit das Unternehmen und die Produktion kennenzulernen. Der besondere Fokus dieser Veranstaltung wurde auf das Thema Ausbildung und Zukunft gelegt.
Nach der Begrüßung durch die Personalleiterin Claudia Vieter hat Christian Stangrecki, Werkleiter am Standort Werne, das Unternehmen vorgestellt. Die Klingele Gruppe hat weltweit 2500 Mitarbeiter und produziert rund 990 Mio. m² Wellpappe im Jahr. Klingele hat 27 Standorte, auf der ganzen Welt verteilt, unter anderem in Kuba, Skandinavien und Spanien.
„Wichtig ist es natürlich, in einem Unternehmen mit Standorten in vielen Ländern, dass man im Englischunterricht gut aufgepasst hat. Alles wird internationaler, Englischkenntnisse sind heutzutage ein „must have“!“, erklärte der Werkleiter den Schülern.
Weiterhin wurden auch die 7 unterschiedlichen Ausbildungsberufe kurz vorgestellt. Im gewerblichen Bereich werden neben der klassischen Ausbildung zum Packmitteltechnologen/in ab diesem Jahr zwei neue Ausbildungsberufe angeboten. Einer davon ist der Maschinen und Anlagenführer/in. In der zweijährigen Ausbildung lernt man die komplexen Produktionsmaschinen zu bedienen und sie instand zu halten. Der andere neue Ausbildungsberuf ist der des Medientechnologen/in. Bei diesem Ausbildungsberuf dreht sich alles um die Themen Farbe und Drucktechnik.
Bei der abschließenden Werksbesichtigung hatten die Schüler dann die Möglichkeit, die Produktion sowie die einzelnen Berufsbilder in der Praxis kennenzulernen.

Spiegel-Schule testet mündliche Matheprüfung statt Klassenarbeit

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So wird eine fundamentale Formel der Mathematik zum Begreifen anschaulich: Im Projekt von Mathelehrer Marcel Untiet haben Dimitri (von links), Alicia, Mikka, Julienne, Elyas und Denise, wie alle Neuntklässler, zum „Satz des Pythagoras“ ein Schaubild für die mündliche Prüfung anstelle der schriftlichen Arbeit vorbereitet.

 

Eine mündliche Prüfung in Mathe müssen Schüler in der Regel nur meistern, wenn’s für die Versetzung nicht reicht und diese Nachprüfung Rettung verspricht. Wernes Sekundarschule hat das geändert. In einem Pilotprojekt wurde in den neunten Klassen eine schriftliche Arbeit durch eine mündliche Prüfung ersetzt, um das Lernziel mal anders zu kontrollieren.
„Hefte raus, Klassenarbeit!“ Der Satz hat schon Generationen von Schülern das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und dann noch Mathe, das Zahlen- und Formelwerks hat bekanntlich nur bedingt das Zeug zum Lieblingsfach. Aber darüber lässt sich reden, an der Marga-Spiegel-Sekundarschule (MSS) neuerdings sogar ganz offiziell und anstelle der gefürchteten Mathearbeit: Für den Neuner-Jahrgang gab’s gerade die erste mündliche Matheprüfung.
Das lief prima, das Pilotprojekt soll nun Schule machen. Für die gut 180 Jugendlichen im vorletzten Jahr vor der Zentralen Abschlussprüfung steht laut Lehrplan der „Satz des Pythagoras“ an. (Wer sich nicht gleich erinnert: Das ist diese Sache mit den rechtwinkligen Dreiecken und a² + b² = c²).


Versuch an der Spiegel-Schule sei einzigartig

Das wäre Thema der dritten und letzten Arbeit im ersten Halbjahr gewesen. Doch Lehrer Marcel Untiet hatte da eine bessere Idee: Warum nicht mal eine mündliche Prüfung wie etwa im Sprachunterricht? Klingt einfach, „aber da steckt viel Arbeit drin“, berichtet Untiet. Vorlagen gebe es keine, der Versuch an der Spiegel-Schule sei einzigartig.

So musste eine Arbeitsgruppe der Fachschaft Mathe ein Aufgabengerüst entwerfen, das den Differenzierungsanforderungen der Grund- und Erweiterungskurse genügt, gerecht und nachvollziehbar bewertet werden kann und mehr. „Der Lehrplan sieht ausdrücklich vor, in Prüfungen Kommunikation und Argumentation als Kompetenz zu fördern.“

Aber ist es nicht schwieriger, einzeln in eine mündliche Prüfung zu gehen, allein vor dem Lehrer zu sitzen? Die sechs Schüler in unserem Gespräch schütteln mit dem Kopf. „Das ist viel besser. Wenn du nicht weiter weißt, kannst du immer noch improvisieren. In der Arbeit geht das nicht“, sagt Mikka. „Man ist viel besser vorbereitet und so weißt du genau, was du sagen willst“, lautet Alicias Erfahrung.

Denn mit Vorbereitung des Themas haben die Schüler Anfang Dezember eine Teilaufgabe erhalten, die in der Prüfung zu präsentieren war: Erläutere den Satz des Pythagoras und führe den mathematischen Beweis dazu. „Dazu haben sich die Schüler echt etwas einfallen lassen, wir haben mathematische und geometrische Ansätze, einige haben sogar Power-Point-Präsentationen erstellt“, berichtet Untiet, der erkennbar stolz auf seine Schützlinge von der 9 d ist.


„Hefte zu, mündliche Prüfung!“ auch im nächsten Jahr

Die meisten haben Diagramme auf Papptafeln erstellt. Das machte 40 Prozent der Bewertung aus, die übrigen Punkte gab’s für die Lösung von Aufgaben, die im Unterricht behandelt und in der Prüfung aus einem Pool gezogen wurden, damit vor der Tür keiner was ausplaudern kann. Im E-Kurs kam eine Transferaufgabe hinzu. „Ich fand’s gut, dass wir gleich den Bewertungsbogen mit der Note bekommen haben“, berichtet Denise. Da entfalle das bange Warten auf die Rückgabe der Klassenarbeit.

Alicia und Dimitri haben Pluspunkte ausgemacht, die Mathelehrer Untiet nicht auf der Rechnung hatte. „In einer Arbeit wird es immer unruhiger, wenn die Ersten fertig sind, da kann man sich schlecht konzentrieren“, sagt Dimitri – und Alicia ergänzt: „Wenn die Ersten fertig sind und rausgehen, wächst bei mir der Druck: Warum bin ich noch nicht fertig?“

Dass hier keine Ablenkung im Spiel, die Prüfung aber auch nicht zu leicht war, scheint der Notenspiegel zu belegen: „Die Schüler haben ihre Noten meist gehalten oder sind etwas besser geworden“, so Untiet. In einem Jahr sind also die nächsten Neuner an der Reihe: „Hefte zu, mündliche Prüfung!“

BISS

KAoA

 

 

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